Peggy Waleska
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Über mich

Geboren wurde ich, am 11.04.1980 in der schönen Stadt Pirna. Diese liegt an der Elbe und wird auch “das Eingangstor zur Sächsischen Schweiz” genannt.

Nachdem ich in Pirna aufgewachsen bin, begann ich da 1986 auch meine schulische Laufbahn. Nach mehr oder weniger anstrengenden 10 Jahren, konnte ich erfolgreich meinen Zehnklassen-Abschluss beenden. Dort waren meine Lieblingsfächer Sport und Geographie. Noch während meiner Schulzeit – mit neun Jahren – verschlug es mich zum Rudern, da ich in der Nähe der Elbe wohnte und dies jeden Tag sah. Meine Neugier war nicht zu bremsen, ich musste unbedingt da mitmachen.

Nachdem ich im Pirnaer Ruderverein das Rudern erlernte und dort auch den ein oder anderen kleinen Erfolg feiern konnte, machte ich 1996 Bekanntschaft mit der Landestrainerin Regine Rieß. Sie wurde auf mich aufmerksam. Nach ein paar Gesprächen dauerte es nicht lange und mein neuer Trainingsort war im Mai 1996 in Dresden Cotta im Landes- und Bundesstützpunkt. Nach vier Monaten Training, unter Anleitung von Fau Rieß, landete ich auch schon bei meiner ersten Juniorenweltmeisterschaft im Doppelvierer und belegten Platz 2. 1997 endete die Saison als im Doppelzweier der JWM in Belgien mit dem Titel.

Aber neben dem Sport entschied ich mich 1998 für eine Ausbildung als Landschaftsgärtnerin in Pirna, und belegte im Einer bei der diesjährigen JWM Platz 3. Dies war mehr oder weniger sehr zeitaufwendig und mit dem Leistungssport manchmal schwer unter einen Hut zu bekommen. Ergebnis war dann: ich begann 1999 nochmals die selbe Ausbildung in Dresden, um mehr Zeit für das Training zu haben. Im gleichen Jahr bin ich zu den “großen” Senioren aufgestiegen, ich war nun zu alt für die Junioren. Damit änderte sich meine Trainingsgruppe und auch meine Trainerin. Von nun an trainierte ich bei der Bundesstützpunkt- Trainerin  Brigitte Bielig. Vieles war neu für mich aber auch einfacher.

Gleich in meiner ersten Saison bei Frau Bielig, schaffte ich den Anschluß zu den “Großen” und nahm an den Olympischen Spielen 2000 in  Sydney als Ersatzfrau teil. Trotzdem ich da nicht zum Einsatz kam, hab ich diese Spiele in sehr schöner Erinnerung. Im darauffolgenden Jahr erreichte ich meinen ersten gr0ßen Titel. Ich wurde Weltmeister im Doppelvierer der Frauen.  Nun folgte ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben. 2002 hatte ich das Ziel, mich wieder in der Nationalmannschaft präsentieren zu können und meine Abschlußprüfungen als Landschaftsgärtnerin zu absolvieren.  Mit viel Aufwand, Nerven, Zeit und der besten Trainerin, konnte ich am Saisonende einen weiteren Weltmeistertitel im Frauendoppelvierer und meinen Facharbeiter als Landschaftsgärtner feiern. Mit dem Beruflichen Abschluß entschied ich mich, weiterhin Leistungssport zu machen und damit, nicht weiter in meinem Beruf zu arbeiten. Für mich war entschieden, der Sportfördergruppe der Bundeswehr beizutreten.

2003 war mein sportliches Ziel, den Titel in Mailand zu verteidigen, was uns im Doppelvierer nicht gelang. Wir belegten Platz 3 hinter Australien und Russland. Nichts desto trotz, begann das Olympische Jahr 2004. Am 01.04.2004 war es dann soweit, ich wurde “Soldat”.  Aufgrund der Vorbereitungen für die Spiele, durfte ich die für mich vorgesehene Grundausbildung auf Oktober verschieben. Mein anfängliches Ziel, der Doppelvierer, ist für die Weltcups wahr geworden. Aber letztendlich landete ich mit Britta Oppelt aus Berlin im Doppelzweier im Finale der Olympischen Spiele in Athen. Dank Frau Bielig, die uns in kurzer Zeit sehr viel gelernt hat, erruderten wir die olympische Silbermedaille ! Was für ein Erfolg.

Nach ausgiebigem Urlaub und absolviertem Grundwehrdienst nannte ich mich Ende Oktober 2004 Gefreite bei der Bundeswehr der Sportfördergruppe in Berlin/Potsdam. Leider entwickelten sich die nächsten drei Jahre sehr schwierig. Obwohl ich meinen “Traum” in die Wirklichkeit umsetzen konnte verlief die Zeit nicht nach meiner Zufriedenheit. 2005 und 2006 habe ich es geschafft mich im Einer durchzusetzen und schaffte 2005 zur WM in Gifu/Japan einen guten 8ten Platz im Einer. Leider sah das unsere damalige Bundestrainerin nicht so und setzte mich mit ihrer Unzufriedenheit immer mehr unter Druck. In der Hoffnung mich nicht unter kriegen zu lassen verfolgte ich mein Ziel weiter. Leider musste ich die Erfahrung machen, zum ersten mal meine Zielstellung nicht zu schaffen, und gab den Einer auf.  Ich weiß bis heute nicht warum Jutta Lau mir so viel Steine in den Weg gelegt hat ! Trotzdem gab ich nicht auf und qualifizierte mich 2007 im Doppelzweier für die Heimweltmeisterschaft in München. Es sollte nicht sein, es reicht nur für Platz 6 im Finale. 2008 spitzte sich die Situation mit der damaligen Bundestrainerin und dem Verband zu. Somit war meine Saison vorzeitig mit einem Startverbot von J.Lau und dem ehemaligen Sportdirektor M.Müller beendet. Das bedeutete Olympia 2008 adee!!! Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht dazu sagen.

Es musste etwas passieren. Ich begann am 08.08.2008 eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten als Zivilangestellte bei der Bundeswehr, und wollte eigentlich den Sport an den Nagel hängen. Aber das geht nicht so einfach wenn das Herz für den Rudersport schlägt. Außerdem stellte sich heraus das J.Lau als Trainerin nach China ging und der Verband sich im Allgemeinen neu konzipierte. An dieser Stelle muss ich hervorheben das Brigitte Bielig immer für mich da war und für mich gekämpft hat.  Dies weckte noch mehr Ehrgeiz in mir, und wurde 2009 mit meinem ersten Deutschen Meistertitel im Einer gekrönt. Diese Saison Endete nach zwei Siegen beim Weltcup in München und Luzern mit einer Bronzemedaille im Doppelvierer in Poznan/Polen. Leider habe ich mich dann alles in allem übernommen. Arbeiten, Trainieren, Schule, Essen, Lernen und den Schlaf nicht zu vergessen, waren zu viel um meine gute Leistungsfähigkeit vom Vorjahr zu wiederholen. Somit gehe ich jetzt den Weg und stieg wieder in die Sportfördergruppe der Bundeswehr ein, um meinen letzten großen Traum in meiner sportlichen Karrieere die Olympischen Spiele in London verwirklichen zu können.