Die Station Brandenburg ist schon zur Hälfte vorbei. Das A und O sind Kilometer, ganz viele Ruderkilometer in allen Bootsklassen. Durch die Bank weg rudern wir hier im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer. Zwischendurch darf natürlich das Krafttraining nicht fehlen. Wir wohnen hier im Parkhotel Seehof direkt am Beetzsee. Auf dem Wasser ist es sehr Abenteuerlich denn entweder sind Wind Wellen oder Motorboot Wellen. Aber so kennen wir den Beetzsee. Am Sonntag Siedeln wir dann um nach Berlin, weil hier in Brandenburg die Junioren Kanu Weltmeisterschaften stattfinden. In Berlin wird dann noch eine knappe Woche fleißig weiter trainiert. Die Anschließenden zwei Tage wird sich dann zu Hause erholt bevor der nächste große Trainingslager-Block in Ratzeburg stattfindet. Dort werden sich dann die letzten Wochen die gesamte A Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Bled/Slovenien vorbereiten.
Am Wochenende steht das Weltcup-Finale in Luzern (Schweiz) an. Da ich unser Team als Ersatzfrau unterstützen darf, werde ich allerdings nur an den Start gehen, wenn in den eingefahrenen Booten der Skull Frauen sozusagen Not am Mann ist. Bis dahin werde ich wohl noch den ein oder anderen Trainingskilometer abspulen um mein gutes Trainingsniveau weiter auszubauen. Wettkampfmäßig werde ich dann ab Herbst noch leistungsfähiger sein und richtig zuschlagen. Um keine Verletzung zu riskieren werde mich ein bisschen von Motorbooten fernhalten oder besser noch mit Helm rudern. Schließlich geht es um Olympia 2012.
Nach dem Weltcup in Luzern geht es für knapp drei Wochen in das schöne Brandenburg. In den letzten Wochen bis zur Weltmeisterschaft findet ein Trainingslager in Ratzeburg statt. Der abschließende Saisonhöhepunkt ist dann die Weltmeisterschaft in Bled (Slowenien). Aber bis es soweit ist, lest Ihr wieder von mir. Also schön gespannt sein – und immer mal vorbeischauen.
Wenn man schnell rudern möchte muss alles funktionieren, es gehört nicht nur Können sondern auch eine kleine Portion Glück dazu. Mit einem ernüchternden 5ten Platz bin ich Gestern von Hamburg nach Hause gefahren. Wir sind einen normalen Vorlauf und ein gutes Halbfinale gefahren. Leider war am Sonntag im Finale das Glück dann nicht mehr auf unserer Seite. Schlechtes Wetter begleitete den Weltcup übers ganze Wochenende. Jetzt werde ich erstmal zu Hause weitertrainieren und die nächsten Tage wird entschieden wie es weitergeht!
Letztes Wochenende trainierten wir in Berlin. Vierer und die vermeintlichen Doppelzweier in denen wir in Hamburg zum 2.Weltcup an den Start gehen werden. Ich werde mit Juliane Domscheit aus Potsdam am Start stehen. Deswegen werde ich am Donnerstag nach Potsdam fahren um diesen noch optimal vorzubereiten. Aus deutscher Sicht geht noch ein Doppelzweier an den Start mit Sophi Dunsing (Berlin) und Nina Wengert (Saarbrücken). Wir haben noch viel zu tun und werden bis zum 16./17.6. noch viel gemeinsam trainieren. Die nächsten Infos gibts dann zum Weltcup.
Letzte Woche Freitag begann unsere letzte Einer Überprüfung im Rahmen der Deutschen Meisterschaft. In den Vorlauf bin ich gut gestartet mit Platz 2. Lediglich Steffi Schiller aus Potsdam überquerte die Zielinie vor mir, wobei ich dieses Rennen zum “Durchpusten” nutzte und mir das Taktisch reichte. Danach wollte ich mich ganz in Ruhe ausfahren auf der Havel am Beetzsee. Aus dem in Ruhe wurde nichts, denn ca. 2km von der Regattastrecke entfernt überfuhr mich ein Motorboot. Ich kenterte und holte mir eine kleine Platzwunde. Der Schock saß nun tief. So tief das ich am nächsten Tag völlig neben mir stand und so auch meine Rennen gefahren bin. Ich nenne es mal ” hinterher gefahren”! Ich weis gar nicht was tiefer sitzt, ob die Enttäuschung über die Platzierung oder der Frust über den Motorbootfahrer (der mich übrigens schwimmen lassen hat). Mehr oder weniger geschockt habe ich aber gestern vom Cheftrainer gesagt bekommen das ich nächstes Wochenende zum Großboottraining mit eingeladen werde und zum nächsten Weltcup, der in Hamburg ist entweder Einer oder Doppelzweier fahren darf. So hab ich eine Chance bekommen mein können unter Beweis zu stellen und zu zeigen das ich in Brandenburg gehandicapt war.
Am Wochenende 7.5.-8.5. war in Essen wie fast jedes Jahr der internationale Auftakt im Wettkampfgeschehen im Großboot für uns Skullfrauen. Für mich war es eher ein unerfreuliches Wochenende. Auf dem Baldeneysee gelang uns am Samstag ein sehr unzufriedener 6ter Platz im Doppelzweier mit Sophie Dunsing aus Berlin. Es hat vom Start bis zum Ziel einfach garnichts funktioniert. Bei sehr warmen Temperaturen etwas Wind setzten wir uns für den Sonntag um und ich bin auf die Schlagposition gegangen. Wieder waren sieben Boote am Start am Sonntag, jedoch gelang es uns nur die ersten 1000m besser zu rudern als am Vortag. Wir belegten am Ende zwar Platz 5 was aber nicht viel besser einzuschätzen ist. Nun heißt es dieses Wochenende zu vergessen und sich wieder auf den Einer zu konzentrieren. Am Montag bin ich nach Brandenburg in Trainingslager gefahren um mich auf dem Beetzsee gut für die Deutsche Meisterschaft zu rüsten wo wir Skull Frauen uns alle noch mal im Einer präsentieren müssen.
… nun ist das Trainingswochenende in Leipzig schon wieder Geschichte. Von Donnerstag bis heute Mittag bin ich in den verschiedensten Kombinationen Doppelvierer gefahren. Mit weit über 100 Ruderkilometern haben wir in den 3 Tagen sehr viel geschafft. Die Bedingungen waren in Leipzig optimal, denn auf dem Kanal gibt es weder Schiffe noch andere Boote. Außerdem hat das Wetter super mitgespielt. Morgen habe ich erstmal frei, um mich zu Erholen und den Ostermontag zu genießen. Am Dienstag und Mittwoch geht es jedoch weiter mit Training in Dresden. Am Donnerstag werde ich nach Berlin fahren, um einen Doppelzweier mit Sophie Dunsing (Berlin) zu trainieren und noch die eine oder andere Vierertrainingseinheit zu fahren. In diesem Doppelzweier werde ich dann zur internationalen Regatta in Essen am Samstag starten. Weitere Bootsbesetzungen werden vor Ort bekannt gegeben. Die Regatta in Essen ist vom 7. bis 8. Mai. Danach habe ich ein paar Tage Zeit, um meinen Einer noch mal schnell zu bekommen, denn nur 14 Tage später findet eine zweite Kleinboot Überprüfung im Rahmen der Deutschen Meisterschaft in Brandenburg statt. Eine Woche später ist dann der erste Weltcup in München wo die ersten vier dieser Überprüfung im Vierer starten dürfen. So ist der Plan. Es wird sozusagen nicht langweilig.
Nach einem Wochenende voller Freude ging das Training am Dienstag leider weniger angenehm über die Bühne. Als ich am Nachmittag nach der Schule rausgefahren bin und meine 12 km fuhr, legte ich am Steg an und traute meinen Augen nicht. Das Bootshaus stand in Flammen. Die Sauna die sich direkt über dem Kraftraum befindet Flammte lichterloh. Zahlreiche Feuerwehrautos, Krankenwagen und Polizeiautos belagerten das Bootshaus rundum und löschten das Feuer. Heute einen Tag später war nun das Ausmaß der Katastrophe zu sehen, die Sauna ist ausgebrannt, unser Kraftraum muss zur hälfte abgerissen werden und wieder neu aufgebaut werden und unsere Umkleidekabinen sind total verrußt. Glück im Unglück muss man sagen es hat sich niemand ernsthaft verletzt. An dieser Stelle vielen Dank an unsere Paddler in Blasewitz am Plauen Wunder bei denen wir gleich Heute und die nächste Zeit Krafttraining machen dürfen. So kann die weitere Vorbereitung ohne Ausfälle weitergehen. Nun hoffen wir auf schnelles Aufklären von der Polizei,das dies so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Und das vor allem unser Kraftraum schnell wieder der alte wird! Trotzdem geht das Training fleißig weiter. Morgen werde ich am Nachmittag zum ersten gemeinsamen Groß/Mittelboottraining nach Leipzig fahren bis Sonntag.
Nun ein etwas ausführlicher Bericht über die letzten Tage. Am Donnerstag Früh bin ich mit meiner Trainerin ganz gemütlich nach Köln gefahren. Am Fühlinger See angekommen habe ich bei schönstem Wetter mein immer noch neues Boot angebaut und habe mich aufs Wasser gemacht. Das erste Training verlief am Anfang etwas turbolent aber die letzten Trainingskilometer waren dann eingefahren. Dann ging es etwa 15 min mit Auto zum Hotel und der Tag war schon zu Ende. Der Freitag war auch noch ein Trainingstag zum Wasser erfühlen. Am Samstag hatte ich Mittags dann meinen Vorlauf. Der Vorlauf war durch einen Sieg erstmal in Ordnung aber ich wusste auch das ich noch Reserven hatte und den ein oder anderen Fehler noch ausbügeln musste um das Halbfinale noch besser zu fahren. Am Abend um 17:45 viel dann der Startschuss zum Halbfinale welches ich mir den dritten Platz als Ziel gestellt habe. Vom Start weg lag ich nach den ersten 500 m erstmal im Feld, lediglich Britta Oppelt aus Berlin führte mit einer Bootslänge. Etwa bei der Streckenhälfte gelang es mir zu Britta aufzuholen und ich konnte mich sogar überraschend als erste über die Ziellinie kämpfen. Somit war der Tag optimal geschafft und ich konnte nach einem ausgiebigem Abendbrot essen im Hotel in Ruhe schlafen gehen und mich in in der Nacht gut zu erholen. Sonntag um 10:24Uhr war es dann soweit. Start im A Finale der Skull Frauen. Die Bedingungen waren optimal denn es war kaum Wind die Sonne war da und die Temperaturen waren auch sehr angenehm. Das Rennen verlief ähnlich wie das Halbfinale. Vom Start weg war ich wieder in der Mitte des Feldes konnte mich aber bis zum Endspurt so Positionieren das ich zum Schluss vorn mitkämpfen konnte. Am Ende stand das Ergebnis: 1. AnneK. Thiele (Leipzig), 2. Britta Oppelt (Berlin), 3. Ich mit “Pic’s ear”, 4. Julia Richter (Berlin), 5. Katharina Weingart (Saarbrücken), 6. Sophi Dunsing (Berlin). AnneK. Thiele war sehr souverän und ist mit 6” vorweg gefahren. Danach jedoch sind Platz 2 bis 5 innerhalb einer Sekunde ins Ziel gerutscht. Alles in allem bin mit dem Wochenende sehr zufrieden und es lief für mich besser als ich im Vorfeld gedacht hab. Jetzt geht es erstmal mit viel Trainingsumfang weiter. In den nächsten Tagen werden sich die Trainer zusammensetzten und uns Sportler noch in dieser Woche informieren wie es weitergeht mit dieser Saison anhand der bisherigen Ergebnisse.
Heute dem 17.4. ging um 10:24 Uhr auf dem Fühlinger See in Köln die Post ab. Finalstart bei der deutschen Kleinbootüberprüfung!
Bei optimalen Bedingungen lief es sehr gut für mich! Ich konnte heute morgen in einem hart umklämpften Finale den Dritten Platz hauchdünn hinter Britta Oppelt aus Berlin erkämpfen!
Ergebnisse und Rennberichte von rudern.de: Kleinbootüberprüfung Köln